RĂ¼diger Knobel | info@simplexmobility.de

 

 

Der Fernreiseverkehr in Deutschland ist seit dem 1. Januar 2013 um eine Variante reicher. Mit der Liberalisierung des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) kann man seit Beginn des Jahres mit dem Reisebus auf einer ganzen Reihe von Fernbuslinien kreuz und quer durch Deutschland reisen.

 

Die bisherige Entwicklung des Fernbus-Marktes in den zurückliegenden Monaten ist durchaus beachtlich und gibt Anlass zu der Vermutung, dass sich dieses Segment langfristig, erfolgreich neben den Verkehrsträgern Eisenbahn und Flugzeug wird etablieren können.

 

Simplex Mobility hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Entwicklung zu begleiten und zu analysieren.

 

Allerdings soll auch der Schienenpersonenfernverkehr in diesen Betrachtungen nicht zu kurz kommen. Auf welche Weise sich diese beiden Verkehrsträger im Fernreiseverkehr in Zukunft untereinander beeinflussen, wird eine spannende Frage bleiben.

 

 

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Umfrage zum Fernbusmarkt/Fernbusverkehr

 

Philipp Miller studiert an der TU Dresden im Master Studiengang "Verkehrswirtschaft". Im Rahmen seiner Masterarbeit am Lehrstuhl für Tourismuswirtschaft beschäftigt er sich unter anderem mit dem Betrieb der Fernbusbahnhöfe. Einen Teil seiner Arbeit stellt eine Online-Befragung zu diesem Thema dar (siehe nachfolgenden Link).

 

https://www.umfrageonline.com/s/e88398c

 

 

Kurzinfo von Philipp Miller zu seiner Online-Umfrage:

 

Der Verkehr durch Fernbuslinien nimmt stetig zu und es müssen die notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden, um Passagiere und Gepäck sicher zu befördern. Unter anderem muss die Sicherheit auch an den Fernbushaltestellen stets gewährleistet sein. Nicht an allen Fernbushalten in Deutschland ist ein gefahrenloser Fahrgastwechsel und die Be- und Entladung des Gepäcks möglich. Unter anderem ist dies ein Grund, warum ich mich mit den Ansprüchen an den Betrieb moderner Fernbusbahnhöfe im Rahmen meiner Masterarbeit beschäftigte. Im Fokus stehen dabei auch die Erwartungen die Fernbus-Reisende an eine moderne Fernbusinfrastruktur stellen.


Über eine rege Teilnahme an der Online-Befragung würde ich mich freuen. Eine regelmäßige Nutzung von Fernbussen stellt dabei in diesem Zusammenhang keine Grundvoraussetzung dar.

 

 

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Wer mit wem - Kooperationen in der Fernbusbranche

 

Über Kooperationen im Fernbuslinienverkehr bauen die Fernbusanbieter sowohl ihre Vertriebsstrukturen als auch ihr Linienangebot weiter aus.

 

Zugleich entsteht die Möglichkeit einer besseren Auslastung von bestehenden Verbindungen, während neue Ziele, Regionen und Länder Einzug in die eigenen Fernbusnetze finden.

 

 

Die Darstellung zeigt eine Auswahl wichtiger Kooperationen im deutschen und internationalen Fernbusmarkt.

 

 


Simplex Mobility_Analyse_Kooperationen.pdf

 

 

Königswinter im Juli 2016

 

 

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Umfrage zum Fernbusmarkt/Fernbusverkehr

 

Björn Goldbach (25) studiert an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald "Tourismus und Regionalentwicklung". Im Rahmen seiner Masterarbeit beschäftigt er sich unter anderem mit der Bedeutung des Fernbusverkehr für den Tourismus. Einen Teil seiner Arbeit stellt eine Befragung zu diesem Thema dar (siehe nachfolgenden Link).

 

Die Bearbeitung der Umfrage erfolgt anonym und dauert etwa 5 bis 10 Minuten.


https://www.soscisurvey.de/Fernbusverkehr/

 

 

Kurzinformation der Uni Greifswald zum Studiengang "Tourismus und Regionalentwicklung":

 

Der Studiengang "Tourismus und Regionalentwicklung" an der Universität Greifswald deckt sowohl Themen der Humangeographie/Regionalentwicklung als auch des Tourismus mit Fokus auf makroökonomische Ebene ab und eröffnet breite Möglichkeiten der Berufswahl - von der Praxis in Behörden, Verbänden und der Wirtschaft bis hin zur weiteren wissenschaftlichen Tätigkeit.

 

www.uni-greifswald.de

 

 

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Nachtbusse zwischen Berlin und München: Ein Angebot im stetigen Wandel


Bis zum 15. März 2015 war das nächtliche Fernbusangebot zwischen der Bundeshauptstadt Berlin und der bayerischen Landeshauptstadt München verhältnismäßig konstant. Bis zu vier Fahrten waren in den Nachtstunden je Richtung untwerwegs.

 

Durch den Zusammenschluss von FlixBus und MeinFernbus zu Beginn des Jahres war bereits abzusehen, dass im Rahmen der bevorstehenden Netzmigration auch der Nachtbusverkehr zwischen den beiden Metropolen ab dem Frühjahr neu geordnet werden muss.

 

Diese Umstellung erfolgte in zwei Schritten zum 16. März (für die bisherigen FlixBus-Fahrten) und zum 26. März für die Fahrten der MeinFernbus GmbH.

 

Im ersten Schritt wurden ab dem 16. März die bisher teilweise parallel verkehrenden Fahrten beider Anbieter entzerrt. Damit verbunden waren auch kleinere Anpassungen bei der Bedienung der Unterwegshalte entlang des nun verbliebenen Flixbus-Angebotes. Zum 26. März erfolgten geringfügige Anpassungen bei einigen MeinFernbus-Verbindungen.

 

Das Fahrplanangebot sah nun bis zu drei Nachtfahrten je Richtung vor. Alle bisherigen Unterwegshalte (Leipzig, Bayreuth, Nürnberg) wurden weiterhin mindestens einmal pro Nacht bedient. An der Weiterführung einzelner Fahrten von/nach Zürich änderte sich nichts.

 

Megabus.com - ein weiterer Player in den Nachtstunden

 

Die nächste Veränderung im Fahrplangefüge zwischen den beiden Metropolen an Spree und Isar folgte zum 8. April. Die britische Megabus erweiterte ihr hiesiges Fernbusangebot unter anderem um die Verbindung Berlin - Leipzig - Nürnberg - München und bot direkt mit dem Linienstart auch eine Nachtverbindung an. Je Richtung waren nun wieder täglich bis zu vier Nachtbusse zwischen Oberbayern und Berlin unterwegs.

 

In diesem Umfang sollte das Angebot nun für etwas fünf Wochen Bestand haben. Zum 12. Mai erfolgten die nächsten Veränderungen. FlixBus und MeinFernbus starteten die grundlegende Neuordung ihres Fernbusangebotes zwischen Berlin und München.

 

Die bisherigen Tages- und Nachtverbindungen erhielten bzw. erhalten bis zum 21. Mai einen kompletten Neuzuschnitt. Davon betroffen sind praktisch alle Linien die zwischen Berlin und München durchgebunden sind und ggf. nördlich (in Rostock) und südlich (Salzburg, Zürich) davon beginnen und enden.

 

Die "Stammlinie", die MFB 006 Berlin - Zürich, erhält einen neuen Fahrplan und nimmt -unter Veränderung von Verkehrstagen und Fahrplanlagen- einen Teil der Fahrten aus den bisherigen FlixBus-Linien FLX 024 Berlin - München und FLX 042 Rostock - München auf.

 

Während die Tagesdirektverbindung von/nach Rostock im Rahmen dieser Umstellung entfällt, werden mit der Einrichtung einer weiteren Nachtverbindung (Linie N 40) südlich von München unter anderem Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck umsteigefrei mit Berlin verbunden. In dieses Angebot wird auch Halle a. d. S. mit aufgenommen und somit neuer Halt entlang dieser Nachtbus-Verkehrsachse.

 

Eine weitere Nachtbuslinie führt als N 86 von Berlin nach Salzburg und übernimmt die bisherige Fahrplanlage aus einer der beiden Nachtverbindungen der N 06 unter Beibehaltung der Unterwegshalte in Bayreuth und Nürnberg. Als "Ausgleich" dafür wird auf der N 06 eine zweite Direktfahrt Berlin <-> Zürich in neuer Fahrplanlage eingerichtet, die zwischen Spree und Limmat zukünftig von Donnerstag bis Sonntag unterwegs ist.

 

Überlappend verkehrt zwischen dem 12. Mai und 20. Mai noch die letzte verbliebene "klassische" FlixBus-Nachtverbindung der Linie FLX 024 und sorgt dafür, dass auf dieser Relation bis zu sechs Nachtbusse je Richtung unterwegs sind.

 


Grafische Darstellung Nachtbusverkehr Berlin - München.pdf

 

Vorläufiger Abschluss dieser Entwicklung: Der Postbus startet in die Nacht

 

Nichts ist so stetig wie der Wandel. Dies trifft durchaus auch auf die Nachtbusverbindungen zwischen Berlin und München zu.

 

Ab dem 30. Mai sieht man nicht mehr nur gelbe Trucks von Deutsche Post und DHL, die während der Nachtstunden Briefe und Pakete über unsere Autobahnen befördern, sondern erstmals wird auch der Postbus planmäßig durch die Nacht eilen.

 

Selbstverständlich darf im Rahmen der Netzerweiterung die Verbindung von Berlin nach München im Angebot des Postbus nicht fehlen. In südlicher Fahrtrichtung ist damit beispielsweise erstmals auch der "Nachtsprung" von Potsdam nach Bayreuth, zum Flughafen Nürnberg, nach Ingolstadt und München möglich. In Richtung Norden erreicht man beispielsweise von München aus Potsdam und von Ingolstadt geht es nach Leipzig und Berlin.

 

Neben den Zentralen Omnibusbahnhöfen in Berlin und München bedient der Postbus zusätzlich die Fernbushalte am Berliner Bahnhof Zoologischer Garten und in München-Fröttmaning.

 

Nicht weniger als sechsmal hat sich das Nachtbusangebot zwischen Berlin und München im Zeitraum vom 16. März bis zum 30. Mai verändert. Neben einer Ausweitung der Fahrtenfrequenz sind mit Megabus und Postbus zukünftig auch zwei weitere Anbieter während der Nachtstunden auf dieser Nord-Süd-Achse unterwegs.

 

Dadurch entsteht in Zukunft ein Kapazität von rund 450 Sitzplätzen je Fahrtrichtung an den Spitzenverkehrstagen. Keine andere Nachtbusrelation weist aktuell ein umfangreicheres Angebot auf. Bleibt abschließend eigentlich nur noch die Frage zu klären, wie lange es wohl dauern wird bis sich die Fahrtenfrequenz zwischen Spree und Isar ein weiteres Mal verändert.


Nachtbusverkehr Berlin - München.pdf

 

Rüdiger Knobel, 14. Mai 2015

 


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Ausbau der Fernbusliniennetze im Jahr 2015

- Ein kurzer Überblick (Januar bis Mai 2015) -

 

Vergleicht man die Ausbauaktivitäten in den Netzen der Fernbusanbieter mit denen der beiden Vorjahre so fällt auf, dass es in den zurückliegenden vier Monaten bis Ende April eher überschaubare Veränderungen gegeben hat.

 

Im April hat Megabus sein bisheriges Angebot im deutschen Fernbusverkehr erweitert. Der Zuwachs selbst erschließt allerdings durchweg Ziele und Verbindungen die der Wettbewerb bereits mit seinen Netzen erreicht.

 

Zwei Anbieter - ein gemeinsames Netz

 

Große Erwartungen wurden bedingt durch den Zusammenschluss von FlixBus und MeinFernbus -zu Beginn des Jahres- in den weiteren Netzausbau der beiden Anbieter gesetzt.

 

Legt man die Ausbaudynamik der Vorjahre zugrunde, in denen vorallem mit der einsetzenden Reise-Saison jeweils im Frühjahr eine Vielzahl neuer Linien, Verbindungen und Ziele in die Angebote aufgenommen wurden, so fällt der Netzausbau im laufenden Jahr bisher eher bescheiden aus.

 

Zwar sind mit Brüssel und Paris neue Ziele hinzugekommen und auch der Ausbau der internationalen Verbindungen setzt sich insgesamt fort, dem steht aktuell aber eine umfangreiche Netzoptimierung auf vielen nationalen Fernbusverbindungen gegenüber.

 

Der Start neuer Linien geht häufig mit der Einstellung anderer Linien einher. Bestehende Angebote werden im Bezug auf Fahrplanlage, Verkehrstage, Unterwegshalte und Fahrzeiten optimiert. Bisher parallele Fahrplanlagen werden nicht immer entzerrt, sondern das bisherige Angebot beider Anbieter in der neuen Fahrplanstruktur auch schonmal reduziert.

 

Netzausbau beim Postbus

 

So richtig Schwung in den weiteren Ausbau der Fernbusliniennetze im Jahr 2015 kommt in den nächsten Wochen. Der Postbus weitet sein heutiges Angebot deutlich aus. Neben der Taktverdichtung auf bestehenden Linien kommen eine ganze Reihe neuer Ziele hinzu.

 

Städte und Ferienorte wie Bautzen, Bad Wiessee, Görlitz und Rottach-Egern erhalten erstmals seit der Marktliberalisierung im Januar 2013 einen Anschluss an das Fernbusnetz in Deutschland. Der Postbus erhöht aber nicht nur die Taktfrequenz und bindet neue Ziele in sein Netz ein, sondern baut es insgesamt aus.

 

Durch die Einrichtung neuer Linien entstehen auch eine Reihe neuer Direktverbindungen, die es so bisher entweder nur als Umsteigeverbindung oder gar nicht im Angebot des Postbus gab.

 

Stellt man die bisherigen Aktivitäten und Entwicklungen im Netzausbau des Jahres 2015 der Fernbusanbieter gegenüber bleibt festzuhalten, dass sich bisher einzig das Produkt der Deutschen Post Mobility GmbH, der Postbus, auf "Ausbaukurs" befindet.

 

Im Falle von MeinFernbus-FlixBus wird der weitere Konsolidierungsprozess mit Spannung zu verfolgen sein. Zwar erhöht auch "MFB-Flix" ab Mitte Mai die Taktfrequenz auf einer Reihe von Linien, zeitgleich werden in den kommenden Monaten bestehende Angebot aber weiter optimiert.

Noch mehr Postbusse sind ab Mai 2015 unterwegs, Foto: R. Knobel

 

In welchem Umfang das neu entstandene Netz der beiden Anbieter weiter wächst, wird der angestrebte Abschluss der Netzmigration im August 2015 zeigen. Bis zu diesem Zeitpunkt dürfte vorallem die Netzerweiterung des Postbus aus den Ausbauaktivitäten der Fernbusanbieter herausragen.

 

Die Ankündigungen von Deutsche Post Mobility das Postbus-Netz im Herbst in einer nächsten Stufe nochmals zu erweitern und von MeinFernbus-FlixBus die Anzahl ihrer Busse von bisher rund 550 auf 1.000 annähernd verdoppeln zu wollen, nährt die Erwartung, dass der Ausbau der Fernbusliniennetze im laufenden Jahr noch deutlich an Dynamik dazugewinnen wird.

 

Fahrtenfrequenz steigt weiter an

 

Zwar fiel der Netzausbau im Fernbusverkehr, im Vergleich zu den Jahren 2013 und 2014, in diesem Frühjahr etwas bescheidener aus, die Zahl der wöchentlichen Fahrtenfrequenz steigt aber dennoch weiter an, wie ein erster Datenvergleich zeigt.


Simplex Mobility_Analyse Fahrtenfrequenz_2013-2015.pdf

 

Rüdiger Knobel, im Mai 2015

 

 

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Über 100 neue Fernbuslinienen von Januar bis September 2014

 

Der Trend scheint ungebrochen. Im Jahr 2 nach der Liberalisierung des deutschen Fernbusmarktes dürften die Anbieter ähnlich viele neue Linien in Betrieb nehmen, wie schon im vorangegangenen Jahr.

 

In den drei zurück liegenden Quartalen dieses Jahres vergrößerte sich das Angebot um über 100 weitere Linien. Bis Anfang Oktober stiegt diese Zahl auf 115.

 

Den Top-Monat stellt der April mit 23 neuen Linienstarts dar. Gefolgt vom August (20) und dem Juni (15).

 

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich bisher FlixBus und MeinFernbus.de.

 

Das FlixBus-Netz wuchs bis Anfang Oktober um 45 zusätzliche Linien an, bei MeinFernbus.de kamen seit Jahresanfang 43 weitere Linien hinzu. Platz 3 belegt der ADAC Postbus mit 8 neuen Linien innerhalb seinens Fernbusnetzes.

 

Einen Blick auf den Starttermin der einzelnen Linien sowie deren Verteilung auf die jeweiligen  Kalendermonate finden Sie zum download in der nachfolgenden pdf-Datei.

 

Analyse Linienstruktur 2014.pdf

 

Hinweis:

Bei den Liniennummern von FlixBus handelt es sich noch um die fiktiven Linienbezeichnungen aus dem Simplex Fernbus-Fahrplan.

 

 

 

fernbusliniennetz.de_____________simplexfernbus_____________fernbusliniennetz.de_____________simplexfernbus_____________fernbusliniennetz.de_____________simplexfernbus